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allesgut Apothekengeschichten

Hier werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und nehmen aktuelle Themen aus der Welt der Apotheke sowie zur Gesundheit unter die Lupe.
Erfahren Sie, wie moderne Technik den Apothekenalltag verändert, welche Services Ihnen das Leben erleichtern und welche spannenden Entwicklungen es gibt. Ob praktische Tipps, neue digitale Möglichkeiten oder einfach ein Blick auf das, was Sie sonst nicht mitbekommen – wir halten Sie auf dem Laufenden!

Alzheimer oder einfach vergesslich?

Wann Veränderungen ernst genommen werden sollten

Diesen Monat ist Welt-Alzheimertag. Am 21. September steht er dieses Jahr unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Weltweit leben etwa 55 Millionen Menschen mit einer Demenz, in Deutschland sind es rund 1,8 Millionen. Einige von ihnen oder ihre Angehörigen kommen auch regelmäßig zu uns in die allesgutApotheken.

Die meisten Betroffenen sind älter als 65 Jahre. Demenz kann aber auch jüngere Menschen treffen.

Demenz betrifft nicht nur einen Menschen

Uns ist wichtig zu betonen, dass eine Demenzerkrankung nicht nur die erkrankte Person betrifft. Insbesondere Angehörige benötigen im Umgang mit der Erkrankung Unterstützung, verständliche Informationen und eine Beratung, die auch ihre Situation im Blick behält. Als allesgut Apotheke möchten wir genau dabei unterstützen.

Denn auch für sie beginnt damit oft eine belastende Zeit. Sie bemerken vielleicht, dass etwas anders ist, während die betroffene Person selbst die Veränderungen anders wahrnimmt. Später können neue Aufgaben hinzukommen: Termine organisieren, im Alltag unterstützen oder zunehmend Verantwortung übernehmen.

Dabei verändern sich mitunter auch vertraute Rollen innerhalb einer Familie oder Partnerschaft. Sorgen um die Zukunft können ebenso belasten wie die zunehmende Unterstützung, Betreuung oder Pflege. Mit fortschreitender Erkrankung kann das für Angehörige psychisch und körperlich sehr fordernd werden. Manche fühlen sich mit der Zeit von ihrem sozialen Umfeld isoliert oder ziehen sich selbst zurück.

Wichtig ist dabei eine Unterscheidung: Eine Demenzdiagnose bedeutet nicht automatisch Pflegebedürftigkeit. Gerade zu Beginn können viele Betroffene ihren Alltag noch weitgehend selbstständig gestalten. Unterstützung sollte deshalb nicht bedeuten, ihnen vorschnell Entscheidungen und Aufgaben abzunehmen.

Demenz und Alzheimer: Was ist eigentlich der Unterschied?

Alzheimer und Demenz werden im Alltag häufig gleichbedeutend verwendet. Medizinisch ist das nicht ganz korrekt.

Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten so beeinträchtigt werden können, dass dies zunehmend Auswirkungen auf den Alltag hat. Dazu gehören beispielsweise Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Aufmerksamkeit oder die Fähigkeit, Probleme zu lösen.

Das Risiko für eine Demenzerkrankung steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Sie ist aber keine normale Begleiterscheinung des Alterns.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz. Eine weitere häufige Form ist die vaskuläre Demenz.

Mehr als Vergesslichkeit: Welche Symptome können bei Alzheimer und Demenz auffallen?

Dass einem ein Name nicht einfällt oder man ins Wohnzimmer läuft und plötzlich nicht mehr weiß, was man dort eigentlich wollte, ist zunächst einmal menschlich. Einzelne Gedächtnislücken bedeuten nicht, dass eine Demenz vorliegt.

Aufmerksamer sollten Sie werden, wenn Veränderungen wiederholt auftreten, zunehmen oder den Alltag beeinträchtigen.

Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn jemand immer wieder kurz zuvor geführte Gespräche vergisst. Oder wenn eine Aufgabe, die jahrelang selbstverständlich war, plötzlich große Schwierigkeiten bereitet.

Auch die Orientierung kann zum Problem werden – sowohl räumlich als auch zeitlich: Welcher Wochentag ist heute? Wie bin ich eigentlich hierhergekommen? Ebenso können kommunikative Schwierigkeiten auftreten. Wörter fehlen häufiger oder Gesprächen zu folgen, fällt zunehmend schwerer.

Andere Veränderungen sind weniger offensichtlich. Visuelle Eindrücke und räumliche Zusammenhänge können zunehmend schwer zu verarbeiten sein. Auch Gegenstände werden häufiger verlegt oder an ungewöhnlichen Orten abgelegt, ohne später nachvollziehen zu können, wie sie dorthin gekommen sind. Das Urteilsvermögen kann ebenfalls nachlassen: Planungen und Entscheidungen fallen schwerer oder wirken für Angehörige ungewöhnlich. Manche Menschen ziehen sich stärker zurück oder Stimmung und Verhalten verändern sich.

Keines dieser Anzeichen beweist für sich genommen eine Demenzerkrankung. Ähnliche Beschwerden können auch andere Ursachen haben.

Wann sollten Anzeichen einer Demenz ärztlich abgeklärt werden?

Eine einfache Regel lautet: Wenn Gedächtnisprobleme oder andere geistige Veränderungen wiederholt auftreten, zunehmen oder den Alltag beeinträchtigen, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.

Das ist auch deshalb wichtig, weil hinter solchen Beschwerden nicht zwangsläufig Alzheimer oder eine andere Demenzerkrankung steckt.

Warum eine frühe Diagnose wichtig sein kann

Die Vorstellung, möglicherweise an einer Demenz erkrankt zu sein, macht verständlicherweise Angst. Trotzdem kann eine frühe Abklärung wichtige Vorteile haben.

Eine frühe Diagnose kann Klarheit schaffen, woher die Veränderungen kommen. Auf dieser Grundlage können geeignete Behandlungsmöglichkeiten geprüft und Unterstützungsangebote organisiert werden.

Die Auswahl und Begleitung der Therapie gehört in ärztliche bzw. fachärztliche Hände.

Ausführliche und aktuelle Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten von Alzheimer finden Sie bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Informationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zur Alzheimer-Krankheit

Gleichzeitig geht es um etwas, das im medizinischen Zusammenhang manchmal zu kurz kommt: Zeit für eigene Entscheidungen.

Wer früh weiß, womit er es zu tun hat, kann sich möglichst selbstbestimmt mit der Zukunft beschäftigen. Wie möchte ich leben? Wer soll mich unterstützen? Welche rechtlichen und finanziellen Dinge möchte ich regeln? Gibt es eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung? Was ist mir persönlich wichtig?

Was Angehörigen im Alltag helfen kann

Eine Demenzerkrankung stellt auch Angehörige vor Situationen, auf die man sich kaum vollständig vorbereiten kann. Einige Grundsätze können den gemeinsamen Alltag aber erleichtern.

  • Selbstständigkeit erhalten: Wenn etwas noch selbst erledigt werden kann, sollten Sie es möglichst nicht vorschnell übernehmen. Unterstützung ist dort sinnvoll, wo sie tatsächlich gebraucht wird.
  • Den Alltag übersichtlich gestalten: Feste Abläufe und vertraute Routinen können Orientierung geben. Kalender, gut sichtbare Hinweise oder feste Plätze für wichtige Gegenstände können zusätzlich helfen.
  • Nicht jeden Fehler richtigstellen: Ständiges Verbessern oder Diskutieren kann für beide Seiten frustrierend sein. Menschen mit Demenz können Situationen anders wahrnehmen und einordnen als ihre Angehörigen. Statt auf einer Korrektur zu bestehen, ist es deshalb häufig hilfreicher, die Perspektive der betroffenen Person ernst zu nehmen und darauf zu achten, welches Bedürfnis oder Gefühl hinter einer Aussage steckt.
  • Einfach und klar kommunizieren: Nutzen Sie kurze Sätze und lassen Sie ausreichend Zeit zum Antworten. Versuchen Sie, Ablenkungen zu vermeiden.
  • Unterstützung frühzeitig annehmen: Beratungsstellen, Alzheimer-Gesellschaften, Pflegeberatung und andere Hilfsangebote sind nicht erst dann da, wenn es allein überhaupt nicht mehr geht.

Und: Verlieren Sie die eigene Gesundheit nicht aus dem Blick. Wer dauerhaft unterstützt oder pflegt, braucht selbst Pausen, Entlastung und gegebenenfalls Hilfe. Das ist kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, die Belastung langfristig bewältigen zu können.

Wie wir in der Apotheke unterstützen können

In der allesgut Apotheken stehen wir Ihnen für unterstützende Beratung bereit.

Eine Demenz diagnostizieren können und dürfen wir in der Apotheke nicht. Bei vielen Fragen, die im Alltag nach einer Diagnose entstehen, können wir aber unterstützen.

Dabei geht es nicht nur um Arzneimittel. Wir können Informationen verständlich einordnen, Angehörigen Orientierung geben und bei Bedarf auf weitere lokale Beratungs- und Hilfsangebote hinweisen.

Gerade wenn mehrere Arzneimittel eingenommen werden, kann die Medikation schnell unübersichtlich werden. Wir erklären die richtige Anwendung, beantworten Fragen zu Einnahmezeitpunkten und möglichen Wechselwirkungen und schauen gemeinsam, wenn die Arzneimittelanwendung im Alltag Schwierigkeiten bereitet.

Das kann auch für Angehörige wichtig sein, die zunehmend bei der Medikamenteneinnahme unterstützen. Denn ein Therapieplan hilft nur, wenn er im Alltag auch umgesetzt werden kann.

Der Welt-Alzheimertag erinnert einmal im Jahr besonders an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Das Thema selbst begleitet viele Familien jedoch jeden Tag. Deshalb sind wir auch über den Aktionstag hinaus da, wenn Betroffene und Angehörige Unterstützung benötigen: Für Fragen zur Arzneimittelversorgung, für verständliche Informationen und für Orientierung.


Weitere Apothekengeschichten

Das fehlende E-Rezept auf der Gesundheitskarte

„Warum ist mein Rezept nicht auf der Gesundheitskarte?“ – So lösen Sie das Problem einfach und schnell

Die Digitalisierung macht vieles leichter – doch manchmal fühlt es sich im Alltag noch nicht ganz so an. Seit der Einführung des E-Rezepts erleben wir in der Apotheke regelmäßig folgende Szene:

Ein Kunde oder eine Kundin kommt nach dem Arztbesuch zu uns, die Gesundheitskarte wird ins Lesegerät gesteckt – und dann die Überraschung: „Ihr Rezept ist nicht auf der Karte gespeichert.“
Dann folgt erstmal Verwunderung und manchmal auch Frust. „Ich war doch gerade beim Arzt! Wie kann das sein?“

Warum fehlt Ihr Rezept?

Die Antwort ist gar nicht so kompliziert: Früher musste der Arzt das Rezept von Hand unterschreiben. Heute wird stattdessen eine digitale Signatur verwendet, diese ist aber trotzdem noch notwendig. Und genau hier liegt der Knackpunkt.: Je nach Ablauf in der Arztpraxis kann es einige Minuten oder sogar Stunden dauern, bis das Rezept tatsächlich signiert wird und somit auf der Gesundheitskarte verfügbar ist. Gerade wenn Sie direkt nach dem Arztbesuch zu uns in die Apotheke kommen, kann es also passieren, dass dieser Schritt noch nicht erledigt wurde.

Was können Sie tun, wenn Ihr Rezept nicht auf der Karte ist?

Den Weg in die Apotheke vergeblich gemacht zu haben, ist ärgerlich – besonders, wenn Sie nicht mehr so mobil sind oder es gerade eilig haben. Falls Ihr Rezept noch nicht verfügbar ist, helfen Ihnen diese Tipps weiter:

👉 In der Praxis nachhaken:
Falls Sie das Medikament dringend benötigen, hilft oft ein kurzer Anruf in der Arztpraxis, beziehungsweise die kurze Nachfrage vor dem Verlassen der Praxis: „Ich gehe jetzt direkt in der Apotheke vorbei, ist mein Rezept dann auch schon auf der Karte?
Viele Praxen können das Rezept dann direkt freigeben.

👉 Einen Ausdruck des E-Rezepts mitnehmen: 
Falls Sie auf Nummer sicher gehen wollen, bitten Sie Ihre Arztpraxis um einen Ausdruck des E-Rezepts. Der Ausdruck funktioniert ähnlich wie ein klassisches Papierrezept und enthält einen Code, den wir in der Apotheke einscannen und das Rezept direkt einlösen können. Falls Sie möchten, holen wir den Ausdruck auch in der Arztpraxis für Sie ab und liefern Ihnen die Medikamente direkt nach Hause.

👉 Rezepte für Dauermedikationen frühzeitig bestellen:
Wenn Sie Ihre Medikamente dauerhaft benötigen, empfehlen wir, Ihr Rezept einige Tage bevor sie die neue Verschreibung benötigen, per Telefon oder E-Mail in der Praxis anzufordern. So vermeiden Sie nicht nur unnötige Wege, sondern auch mögliche Wartezeiten in der Praxis.

💡 Unsere App macht es noch einfacher!
Mit unserer allesgut App bleiben sie immer Herr oder Frau der Lage. Sie können ihre Gesundheitskarte jederzeit mit unserer App scannen und überprüfen, ob Ihr Rezept bereits auf der Gesundheitskarte gespeichert ist. Ja? Dann können Sie es mit wenigen Klicks direkt bei uns einlösen. Auf Wunsch liefern wir Ihnen die Medikamente sogar nach Hause. Das spart Zeit und funktioniert bequem von unterwegs oder von zu Hause aus! 😊

Altmedikamente richtig entsorgen

Wohin mit den Altmedikamenten? – Verbreitete Fehler und wie es besser geht 🚮

In unserem Alltag begegnen wir immer wieder gut gemeinten, aber falschen Entsorgungsgewohnheiten bei Medikamenten. Unsere Aktionswochen zur Altmedikamentenentsorgung im vergangenen Jahr haben nochmal gezeigt, dass viele nicht wissen, wie Medikamente richtig und umweltgerecht entsorgt werden.

Für uns als Apothekenteam ist das ein Alarmsignal – denn gerade flüssige Arzneimittel landen leider viel zu oft im Abwasser. Oft hören wir, „Den Müll sollen wir ja trennen – also müssen Inhalt und Verpackung getrennt werden. Und Flüssiges kann ich es ja schlecht in den Hausmüll kippen – das kommt dann in die Toilette.“ Das Problem: Kläranlagen sind nicht in der Lage, alle Medikamentenrückstände zuverlässig herauszufiltern – besonders kleinere Moleküle oder hormonelle Substanzen verbleiben im Wasserkreislauf und können Mensch und Umwelt langfristig schaden.

👉 So entsorgen Sie richtig

Altmedikamente dürfen und sollen – sofern es keine Sonderregelung vor Ort gibt – ganz normal im Hausmüll entsorgt werden. Das gilt auch für flüssige Arzneimittel. Wichtig ist dabei: Die Verpackung fest verschließen, am besten im Originalbehälter lassen, und nicht zerkleinern oder ausleeren. So können die Medikamente sicher verbrannt werden.

❓Und was ist mit Salben und Gelen?

Ein weiteres Beispiel, das uns besonders beschäftigt, sind Schmerzsalben mit dem Wirkstoff Diclofenac. Dieser Stoff ist in großen Mengen im Abwasser nachweisbar. Er gilt als fischtoxisch und kann sogar die Wasserpflanzenwelt und damit unsere Nahrungskette beeinflussen. Darum unser Tipp: sparsam auftragen – und nach dem Einreiben bitte nicht direkt die Hände unter fließendem Wasser waschen, sondern zuerst mit einem Papiertuch abwischen. Das Tuch kann dann in den Hausmüll. Erst danach sollten die Hände mit Wasser gewaschen werden

🫵 Unsere Bitte: Helfen Sie mit!

Wir alle können etwas tun, um unser Wasser zu schützen – sprechen Sie auch Freunde, Bekannte oder Familie darauf an — denn mit kleinen Veränderungen können wir viel bewirken. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie bestimmte Produkte entsorgen sollen: Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Warum wir bekannte Allergien in Ihrer Kundenkarte speichern

„Gut, dass wir drüber gesprochen haben“ – Wie Allergiehinweise in der Kundenkarte helfen können

Neulich hatten wir wieder einen dieser Fälle, bei denen wir uns danach dachten: Gut, dass wir drüber gesprochen haben und es unsere Kundenkarten gibt:

Eine Kundin brachte uns ein Rezept für ein Schmerzmittel. Der Vertretungsarzt hatte ihr Metamizol verschrieben – ein häufig eingesetztes Medikament bei starken Schmerzen. Auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches. Aber beim Blick in die Kundenkarte der Kundin fiel uns etwas auf. Dort war eine Allergie gegen Novaminsulfon vermerkt – das ist einfach ein anderer Name für denselben Wirkstoff.

Der Kundin war der Name Metamizol nicht bekannt, sie wusste nur von Novaminsulfon. Dank dem Eintrag in ihrer Kundenkarte war für uns trotzdem klar: Dieses Medikament darf diese Kundin nicht einnehmen. Nach einem kurzen Rückruf in der Arztpraxis wurde die Verordnung angepasst.

Solche Situationen begegnen uns öfter, als man denkt. Und sie zeigen, wie nützlich die Kundenkarte sein kann, wenn Allergien im Spiel sind.

Allergien betreffen nicht nur den Wirkstoff

Viele Menschen denken bei Allergien in Zusammenhang mit Medikamenten zuerst an den eigentlichen Wirkstoff – also zum Beispiel ein bestimmtes Antibiotikum. Doch auch sogenannte Hilfsstoffe, also zum Beispiel Farbstoffe, Konservierungsmittel oder Trägerstoffe, können allergische Reaktionen auslösen. Diese Hilfsstoffe unterscheiden sich oft von Medikament zu Medikament – selbst wenn der Wirkstoff identisch ist.

Gerade in solchen Fällen ist es für uns besonders hilfreich, wenn wir wissen, worauf jemand empfindlich reagiert. Denn so können wir gezielt nach Alternativen mit demselben Wirkstoff, aber ohne den kritischen Hilfsstoff schauen. Oder, wenn nötig, auch einen anderen Wirkstoff mit vergleichbarer Wirkung.

Allergien in der Kundenkarte – eine kleine Info mit großer Wirkung

In der allesgut Apotheke speichern wir in  unseren Kundenkarten nicht nur Ihre Kontaktdaten oder Medikationshistorie, sondern eben auch Hinweise zu bekannten Allergien. Und das ist besonders wertvoll. Denn viele Allergien werden im Alltag schnell vergessen – vor allem dann, wenn die Reaktion vor langer Zeit in sicherer Umgebung aufgetreten ist, z.B. beim Zahnarzt oder im Krankenhaus.

Deshalb: Wenn Sie wissen, dass Sie auf bestimmte Medikamente oder Inhaltsstoffe allergisch reagieren, sagen Sie uns Bescheid. Wir speichern die Information in Ihrer Kundenkarte – und Sie sind beim nächsten Mal auf der sicheren Seite. Auch wenn’s mal schnell gehen muss – zum Beispiel bei einem akuten Infekt.

Wenn Medikamente sich nicht vertragen – wie wir Wechselwirkungen erkennen und vermeiden

Wenn Medikamente sich nicht vertragen – wie wir Wechselwirkungen erkennen und vermeiden

Hätten Sie gewusst, dass unterschiedliche Arzneimittel einander beeinflussen können? Verschiedene Medikamente können ihre Wirkung gegenseitig verstärken, abschwächen oder zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Das nennen wir Wechselwirkungen.

Sicher ist sicher – Wechselwirkungscheck bei jedem Einkauf

Wenn Sie zu uns in die Apotheke kommen, um ein Rezept einzulösen oder freiverkäufliche Medikamente zu kaufen, geben wir die Medikamente deshalb nicht einfach nur an Sie ab, sondern prüfen zunächst, ob sich diese Präparate untereinander vertragen.

Noch sicherer – Erweiterter Wechselwirkungscheck mit dem Kundenkonto

Besonders effektiv wird diese Kontrolle, wenn Sie ein Kundenkonto bei uns haben und uns erlauben, Ihre Einkäufe zu dokumentieren. So können wir bei jedem neuen Medikament sofort erkennen, ob es zu Problemen mit Präparaten kommen könnte, die Sie zuvor bei uns erhalten haben. Das erhöht die Sicherheit und ermöglicht eine noch individuellere Beratung.

Gerade bei frei verkäuflichen Präparaten ist dies oft ein wichtiger Sicherheitsfaktor, denn auch diese können starke Wechselwirkungen verursachen – besonders dann, wenn mehrere Medikamente im Spiel sind.

Besonders viele Medikamente erfordern eine besonders sorgfältige Prüfung – Polymedikationsanalyse

Wer dauerhaft fünf oder mehr Arzneimittel einnimmt, hat Anspruch auf eine strukturierte Überprüfung der Medikation – die sogenannte Polymedikationsanalyse. Die Kosten dafür werden von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Bei einer Polymedikationsanalyse erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen aktuellen Medikationsplan. Dabei nehmen wir uns viel Zeit für Sie und prüfen auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten alle Kombinationen, Dosierungen, Einnahmezeitunkte und Anwendungsgebiete.

Die Optimierungspotenziale besprechen wir anhand des Medikationsplans direkt mit Ihnen. Und falls wir schwerwiegende Auffälligkeiten finden, können wir mit Ihrem Einverständnis auch Kontakt zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt aufnehmen.

Unser Ziel: Ihre Arzneimittel sollen helfen – und sich nicht gegenseitig behindern Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen zu Ihren Medikamenten haben. Wir sind für Sie da.

Die Apotheke als Bindeglied zwischen Arzt und Patient

Zwischen Rezept und Realität – die Apotheke als Bindeglied zwischen Arzt und Patient

Ein Stammkunde, der seit Jahren mit seinen Rezepten zu uns in die Apotheke kommt, fragte kürzlich: 
„Wenn das mit den Rezepten jetzt auch elektronisch geht – kann mein Arzt Ihnen die nicht einfach direkt schicken? Das wäre doch viel einfacher.“ 

Ein berechtigter Gedanke. Und auf den ersten Blick wirkt ein Rezept tatsächlich wie ein klarer Arbeitsauftrag: Rezept auslesen, Schublade auf, Arznei abgeben. Doch unsere Aufgabe beginnt oft genau da, wo das Rezept aufhört. Denn wir stehen an einer besonderen Schnittstelle – zwischen ärztlicher Verordnung und konkreter Versorgung. Zwischen Diagnose und Alltag. Zwischen Medizin und Mensch. 

Daher sind Direktzuweisungen auch nicht zulässig und das Einlösen eines Rezept ist die Aufgabe der Patient*innen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jede*r die Apotheke seines/ihres Vertrauens selbst auswählen kann.

Dass Apotheker*in und Arzt/Ärztin getrennte Berufe sind, ist übrigens kein Zufall.  
Schon im Jahr 1241 wurde diese Trennung eingeführt – um Interessenskonflikte zu vermeiden und die Arzneimittelauswahl noch einmal unabhängig prüfen zu lassen.

Das mag trocken klingen, ist für uns aber gelebte Verantwortung. Wir prüfen jede Verordnung sorgfältig: Passt die Dosierung zur bisherigen Medikation? Ist das Medikament in dieser Form geeignet – z. B. bei Schluckbeschwerden, Allergien oder Vorerkrankungen? Ist es überhaupt lieferbar – und wenn nicht, welche gleichwertigen Alternativen kommen infrage? 

Diese Plausibilitätsprüfung ist kein Misstrauen gegenüber Ärzt*innen, sondern ein wichtiger Beitrag zur Arzneimittelsicherheit. 

Umso wichtiger ist die enge Abstimmung zwischen uns und den verordnenden Praxen. Darum sehen wir uns selbst in der Rolle als Bindeglied zwischen Arzt und Patient. Als Problemlöser, der für Sie mitdenkt – schnell, zuverlässig und persönlich. 

Gerade bei Lieferengpässen zeigt sich, wie wichtig diese Vermittler-Rolle ist.  

Anstatt Patient*innen ohne Medikament nach Hause zu schicken, suchen wir nach Alternativen – und stimmen uns mit der behandelnden Praxis ab, um eine sichere Lösung zu finden. 

Gleichzeitig verändert sich unser Beruf.  

Apotheken dürfen mittlerweile impfen, Gesundheitschecks durchführen oder Medikationsanalysen anbieten. Das zeigt: Unsere Aufgaben wachsen – und oft beginnt die „Patientenreise“ inzwischen sogar bei uns. Etwa wenn wir beim Blutdruckmessen auffällige Werte feststellen oder im Beratungsgespräch merken, dass etwas nicht stimmt. Dann empfehlen wir, je nach Dringlichkeit, eine Arztpraxis aufzusuchen.  Vor allem in Zeiten des Hausärztemangels ist das ein wichtiges Plus. Die Menschen brauchen wohnortnahe Versorgung – und dafür braucht es gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen den Ärzt*innenund uns als Apotheken. Im Interesse der Menschen, die auf uns zählen.

„Warum ist mein Medikament nicht da?“

So helfen wir bei Lieferengpässen schnell und zuverlässig

Medikamente, die nicht verfügbar sind? Leider ist das heute keine Seltenheit mehr. Viele Patientinnen und Patienten stehen dann erstmal ratlos in der Apotheke – aber keine Sorge: Wir lassen Sie in dieser Situation nicht allein.

Wenn ein Arzneimittel nicht lieferbar ist, starten wir hinter den Kulissen sofort mit der Suche nach einer passenden Alternative. Und dabei greifen wir auf viele Möglichkeiten zurück, um Ihnen trotzdem schnell helfen zu können.

Was passiert, wenn Ihr Medikament nicht lieferbar ist?

Sobald wir feststellen, dass das gewünschte Präparat nicht verfügbar ist, prüfen wir zuerst:
👉 Gibt es einen anderen Hersteller mit gleichem Wirkstoff und gleicher Dosierung?
👉 Wenn nicht: Gibt es das Medikament in einer anderen Packungsgröße? Zum Beispiel zwei Mal 50 Stück statt einer Packung mit 100 Tabletten? Oder in seltenen Fällen sogar fünf Mal 20 Stück?

💡 Wichtig zu wissen: Die gesetzliche Zuzahlung fällt bei dieser Lösung nur einmal an – Sie müssen also nicht mehrfach zahlen. Auch mögliche Mehrkosten werden in solchen Fällen in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Wenn auch das nicht klappt?

Dann geht unsere Suche weiter:
👉 Wir prüfen, ob Partnerapotheken in unserer Umgebung das Präparat noch vorrätig haben.
👉 Falls ja, können wir es für den nächsten Tag über den Großhandel für Sie liefern lassen.
👉 Und wenn es ganz dringend ist, schicken wir Sie direkt zu der entsprechenden Apotheke – natürlich nur, wenn das für Sie machbar ist.

Manchmal greifen wir sogar zum Telefonhörer

In besonders kniffligen Fällen rufen wir Kolleg:innen aus anderen Apotheken an, die mit anderen Großhändlern zusammenarbeiten. Manchmal findet sich genau dort noch eine letzte Packung des benötigten Medikaments.

Was, wenn wirklich nichts mehr geht?

Dann prüfen wir:
👉 Gibt es das Medikament in einer anderen Darreichungsform, z. B. als Saft statt als Tablette?
👉 Oder existiert ein ähnlicher Wirkstoff, der als Ersatz in Frage kommt?

In solchen Fällen nehmen wir Kontakt mit Ihrer Arztpraxis auf und schlagen – in Absprache – eine passende Alternative vor. So erhalten Sie in den allermeisten Fällen schnell eine Lösung oder zumindest einen konkreten Vorschlag.

Unser Ziel: Niemand soll ohne Versorgung bleiben.

Auch wenn es im Regal mal leer aussieht – wir geben alles, um Ihnen zu helfen. Mit Fachwissen, Engagement und einem starken Netzwerk im Rücken finden wir fast immer einen Weg.

😊 Sprechen Sie uns an – wir kümmern uns um Ihr Anliegen. Versprochen.

Hinter den Kulissen eines Apotheken-Notdienstes

Mitten in der Nacht – zwischen Notdienst und Feiertagsstress

Die Tage um Weihnachten und den Jahreswechsel sind für uns in der allesgut Apotheke immer besonders – draußen glitzern Lichterketten, drinnen summt unser Lager wie ein Bienenstock. Für viele ist das die besinnliche Zeit des Jahres. Für uns heißt es: vorbereitet sein, damit wir auch im Notfall für unsere Kund*innen da sind.

Würden Sie denken, dass wir uns auf die Notdienste in dieser Zeit Tage im Voraus vorbereiten? In der Tat: Wir durchforsten unser Warenlager, prüfen, was noch vorrätig ist, und bestellen dringend benötigte Medikamente zum Beispiel Antibiotika, Kindersäfte, Fieberzäpfchen, Inhalationslösungen oder spezielle Mittel für Neugeborene. Alles muss da sein. Außerdem bereiten wir Listen vor, die auflisten, welche Apotheken ebenfalls Notdienst haben und wie sie erreichbar sind. Es ist ein bisschen wie Packen für eine lange Reise – nur, dass man nie genau weiß, was unterwegs gebraucht wird.

Dann beginnt der Notdienst.

Andere Geschäfte schließen, wir bleiben in Bereitschaft für alle, die auf uns angewiesen sind. Wir sind vor Ort und bereit zu helfen. Es kommen Menschen zu uns, die ein plötzlicher Infekt plagt oder die von einem ungeplanten, nächtlichen Arztbesuch kommen.

Und trotz aller Vorbereitung gibt es immer Momente, die besonders sind:
Wir erklären einem besorgten Elternpaar, wie das neue Inhalationsgerät ihres Kindes funktioniert, wie man es reinigt und richtig anwendet. Diesen Menschen geben wir Sicherheit in einem Moment, in dem sie sich um das Wohl ihres Kindes sorgen.

Oder es ist halb zwei Uhr morgens und eine junge Mutter steht mit fieberndem Baby im Arm vor der Notdienstklappe. Sie ist erschöpft, verunsichert, und wir sind plötzlich mitten in ihrem schlimmsten Albtraum, während wir geduldig erklären, wie das helfende Medikament dosiert wird und wie das Fieberzäpfchen richtig angewendet wird. Jede Frage bekommt eine Antwort, jede Unsicherheit ein Stück Sicherheit.

Zwischen den einzelnen Kund*innen holen wir Bestellungen nach und prüfen Vorräte. Es ist anstrengend und manchmal richtig stressig – aber es sind genau diese Momente, in denen wir spüren, warum wir diesen Job machen.

Im Notdienst spüren wir eines besonders deutlich: Eine Apotheke ist mehr als ein Lager voller Medikamente. Sie ist Verantwortung, Beratung und manchmal auch ein kleines bisschen Weihnachtszauber. Mitten in der Nacht.

Im Qualitätszirkel für die beste Beratung

Pharmazeutische Dienstleistungen

Neulich kam ein Kunde zu uns und fragte: „Was genau sind eigentlich pharmazeutische Dienstleistungen und wie helfen sie mir?“ Eine klasse Frage, denn hinter diesem Begriff steckt viel mehr als nur die Abgabe von Medikamenten.

Pharmazeutische Dienstleistungen sind spezielle Beratungs- und Unterstützungsangebote, die wir in der allesgut Apotheke für Sie anbieten. Sie sind besonders sinnvoll, wenn Sie mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen und anwenden oder Ihre Medikamente erklärungsbedürftig sind. Meistens werden die Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Zurzeit stehen Ihnen fünf pharmazeutische Dienstleistungen zur Verfügung:

  • Polymedikationsberatung: Wenn Sie mehr als fünf Medikamente dauerhaft einnehmen, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt, überprüfen wir gemeinsam, ob alle Medikamente optimal aufeinander abgestimmt sind.
  • Einführung in Inhalativa: Damit Medikamente zur Inhalation wie bei einer Asthma- oder COPD-Therapie bestmöglich wirken, ist die richtige Inhalationstechnik sehr wichtig. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie Ihr Medikament am wirksamsten anwenden.
  • Blutdruckmessung: Wenn Sie mindestens zwei Wochen lang Blutdrucksenker einnehmen oder Ihre Medikamente umgestellt werden, kontrollieren wir Ihren Blutdruck jährlich mit einer sehr genauen Messung – für Ihre Sicherheit.
  • Beratung bei oraler Tumortherapie: Bei dieser speziellen Medikation unterstützen wir Sie umfassend, um Nebenwirkungen zu minimieren und die Wirkung zu verbessern.
  • Beratung bei Organtransplantation: Wir helfen Ihnen, Ihre komplexe Medikation zu verstehen und einzuhalten – ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung Ihrer Gesundheit.

Warum sind diese Leistungen so wertvoll? Ganz einfach: Sie erhöhen die Arzneimitteltherapiesicherheit. Wir decken mögliche Medikationsfehler auf und helfen Ihnen, Ihre Medikation zu verstehen und richtig anzuwenden. Dabei beraten wir Sie individuell und arbeiten eng mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zusammen.

Denn Ihre allesgut Apotheke ist mehr als ein Ort zum Medikamente kaufen. Wir sind Ihr Gesundheitsberater vor Ort, der sich aktiv in Ihr Versorgungsteam einbringt. Und das kontinuierlich: Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, nehmen wir regelmäßig an sogenannten Qualitätszirkeln teil. Das sind Treffen, bei denen wir Apotheker uns austauschen, neue Erkenntnisse besprechen und gemeinsam an der besten Beratung für Sie arbeiten.

Unser Ziel: Ihnen Sicherheit, Vertrauen und Unterstützung zu bieten – und zwar über das reine Rezept hinaus. Denn Gesundheit ist Teamarbeit, und wir sind Ihr verlässlicher Partner dabei.

Manche Medikamente gibt es nicht von der Stange

Zwischen Rezept und Handwerk – wie Rezepturen in der Apotheke individuell entstehen

„Ich dachte immer, so eine Rezeptur ist schnell zusammengemischt – eine Creme, ein Salbengläschen, fertig. Aber das ist ja viel mehr Arbeit, als ich dachte!“ Diese Aussage hörten wir kürzlich von einer Kundin in der allesgut Apotheke.

Und tatsächlich: Das Anrühren einer individuellen Rezeptur ist weit mehr als nur „Kleingedöns“ in einem Tiegel. Hinter jeder Rezeptur steckt ein komplexer Prozess, der mit viel Sorgfalt und Fachwissen verbunden ist.

Bevor wir überhaupt mit der Herstellung beginnen, prüfen wir zunächst, ob alle Bestandteile für die Rezeptur überhaupt lieferbar sind. Denn nicht immer sind alle Substanzen sofort verfügbar. Sollte etwas fehlen, klären wir das direkt mit dem Arzt oder der Ärztin ab – denn manchmal gibt es gleichwertige Alternativen, die genauso wirksam sind.

Doch das ist erst der Anfang: Wir prüfen die Rezeptur genau auf Sinnhaftigkeit, Stabilität und Wirksamkeit. Manchmal sind Rezepturstandards veraltet, neue Erkenntnisse verändern die Zusammensetzung oder Anwendungsempfehlungen. In solchen Fällen sprechen wir mit der Praxis, um sicherzugehen, dass die Rezeptur wirklich die bestmögliche Therapie für den Patienten darstellt.

Dann geht es an die Herstellung: Nach einer genau definierten Anweisung werden alle Inhaltsstoffe sorgfältig abgewogen und vermischt. Jede Rezeptur wird genau dokumentiert – vom exakten Gewicht bis zur Verfahrensweise, damit jederzeit nachvollziehbar ist, wie das Mittel entstanden ist.

Qualitätssicherung hat bei uns höchste Priorität: Im sogenannten 4-Augen-Prinzip kontrolliert ein zweiter Apotheker oder Pharmazeut, ob alles korrekt durchgeführt wurde. Darüber hinaus nehmen wir regelmäßig an Ringversuchen teil, bei denen unsere Rezepturen extern durch Zentrallabore geprüft werden. So gewährleisten wir, dass unsere Arbeit höchsten pharmazeutischen Standards entspricht.

Nicht zuletzt bildet sich unser Laborpersonal stetig fort, um immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein. Denn nur so können wir sicher sein, dass jede individuell hergestellte Rezeptur unseren Kunden die bestmögliche Sicherheit und Wirksamkeit bietet. Unsere Rezepturen sind damit weit mehr als „einfach zusammengemischt“: Sie sind das Ergebnis von Handwerk, Wissen und Verantwortung. Ein kleiner, unsichtbarer Baustein, der in der allesgut Apotheke dafür sorgt, dass Medizin genau so wirkt, wie sie soll – individuell für jeden Menschen.

Ein Blick hinter die Kulissen vom Botendienst

Wie der Botendienst in der Apotheke abläuft

Viele unserer Kund*innen können nicht selbst in die Apotheke kommen – sei es wegen chronischer Erkrankungen, eingeschränkter Mobilität oder voller Terminkalender. Für sie haben wir unseren Botendienst,der Medikamente direkt nach Hause bringt.

Auf den ersten Blick scheint es nur eine Lieferung zu sein. Tatsächlich prüfen wir jede Bestellung mehrfach, damit unsere Kund*innen sicher und zuverlässig ihre Medikamente erhalten –Dosierung, Wechselwirkungen und die richtige Medikamentenmenge – all das, was wir auch bei einem Einkauf vor Ort in der Apotheke prüfen, checken wir auch, bevor das Paket unser Haus verlässt.

Also was passiert eigentlich, wenn wir eine Bestellung zur Lieferung erhalten?
Wenn eine Bestellung eingeht, prüfen wir zuerst, ob die Medikamente vorrätig sind. Fehlt etwas, bestellen wir es sofort beim Großhändler. Bestellungen, die werktags bis 16 Uhr eingehen, treffen meist noch am selben Tag bei uns ein .

Die Zustellung erfolgt dann spätestens am nächsten Werktag.

Bevor eine Medikamenten-Bestellung auf die Reise der Auslieferung geht, prüfen unsere pharmazeutischen Fachkräfte zuerst alles – genau wie beim Einkauf vor Ort in der Apotheke:

  • Bei Rezepten schauen wir, ob die Dosierung nachvollziehbar ist und die Anwendung passt.
  • Wir sehen nach, ob eine Kundenkarte für diese*n Kund*in existiert.
    Falls ja, haben wir einen umfassenden Überblick über die Medikation und prüfen zudem mögliche Wechselwirkungen mit der bestehenden Medikation.
  • Bei Unsicherheiten nehmen wir direkt Kontakt mit der Kund*in oder dem Arzt auf.
  • Danach folgt die 4-Augen-Kontrolle, bevor die Medikamente gepackt und etikettiert werden.

Damit die Lieferungen schnell bei unseren Kund*innen ankommen, plant unsere Software die effizientesten Lieferwege. Sollte jemand einmal nicht zu Hause sein, bringen wir die Lieferung zurück und benachrichtigen die Kund*innen – so geht nichts verloren. All das macht den Botendienst zu mehr als einem reinen Logistik-Prozess: Wir kombinieren pharmazeutische Sorgfalt mit zuverlässigem Service. So können unsere Kund*innen sicher und bequem ihre Medikamente erhalten – fast so, als kämen sie selbst in die Apotheke.

Selbstmedikation sicher anwenden

Selbstmedikation: Warum „Das nehme ich immer so“ nicht immer die beste Lösung ist

1,7 Milliarden Packungen freiverkäuflicher Arzneimittel, Medizinprodukte und Gesundheitsmittel wurden 2024 in Deutschland verkauft[1]. Eine beeindruckende Zahl – und sie zeigt, wie selbstverständlich Selbstmedikation ist.

Vielleicht kennen Sie das auch: Kopfschmerzen, Erkältung, Magenprobleme, Schlafstörungen – vieles lässt sich gut selbst behandeln. Oft routiniert, oft pragmatisch. Doch nur weil etwas „schon immer so“ funktioniert hat, heißt das nicht, dass es auch heute noch die passende Lösung für Sie ist. Routine ersetzt keine fachliche Prüfung.

Und genau dafür sind wir da. Denn „ohne Rezept“ bedeutet nicht „ohne Risiko“.

Selbstmedikation ist sinnvoll – aber nicht automatisch unproblematisch

Rezeptfreie Arzneimittel sind dafür gedacht, bestimmte Beschwerden im Rahmen der Selbstmedikation ohne ärztliche Verordnung zu behandeln. Das heißt jedoch nicht, dass sie für jede Person in jeder Situation geeignet sind.

Auch diese Präparate haben:

  • klare Dosierungsgrenzen
  • empfohlene Anwendungszeiträume
  • mögliche Nebenwirkungen
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Gerade weil sie frei erhältlich sind, werden sie mitunter länger oder regelmäßiger eingenommen als vorgesehen – ohne dass noch einmal geprüft wird, ob das für Ihre aktuelle Situation sinnvoll ist.

Wenn aus „ab und zu“ Gewohnheit wird

Ein Mittel, das ursprünglich für einen akuten Anlass gedacht war, wird Teil Ihrer Hausapotheke. Sie kennen es, es hilft – also greifen Sie wieder dazu.

Was dabei leicht übersehen wird: Ihr Körper verändert sich. Beschwerden verändern sich. Vielleicht sind Begleiterkrankungen hinzugekommen oder Sie nehmen inzwischen weitere Medikamente ein. Und manchmal passt die frühere Lösung dann nicht mehr zur aktuellen Lage.

Wechselwirkungen und Vorerkrankungen: der unterschätzte Faktor

Nehmen Sie dauerhaft verordnete Medikamente ein? Oder ergänzen Sie gelegentlich pflanzliche Präparate oder Nahrungsergänzungsmittel? Dann ist es sinnvoll, besonders genau hinzuschauen.

Einzeln betrachtet sind viele Produkte gut verträglich. In Kombination können sie sich jedoch gegenseitig beeinflussen – in ihrer Wirkung oder im Nebenwirkungsprofil. Das ist nicht immer sofort spürbar, kann aber medizinisch relevant sein.

Auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Magen- oder Nierenprobleme spielen eine Rolle. Was für eine gesunde Person unproblematisch ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen für Sie mit Risiken verbunden sein.

Wann eine Rücksprache besonders sinnvoll ist

Eine kurze Beratung in der Apotheke ist besonders wichtig, wenn:

  • Ihre Beschwerden länger als wenige Tage anhalten
  • Sie ein Arzneimittel regelmäßig benötigen
  • Sie mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen
  • bei Ihnen eine chronische Erkrankung besteht
  • Sie unsicher bei Dosierung oder Anwendungsdauer sind
  • sich Ihre Symptome verändern oder verstärken

Oft reichen wenige gezielte Fragen, um gemeinsam zu klären, ob die bisherige Anwendung noch passt – oder ob eine Anpassung sinnvoll ist.

Grenzen der Selbstmedikation bei rezeptfreien Arzneimitteln

Es gibt klare Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung notwendig ist, zum Beispiel bei:

  • starken oder zunehmenden Schmerzen
  • Fieber über mehrere Tage
  • unklaren oder neu auftretenden Symptomen
  • Beschwerden bei Säuglingen, älteren oder chronisch kranken Menschen

In solchen Fällen raten wir in der allesgut Apotheke bewusst von einer weiteren Selbstbehandlung ab und empfehlen Ihnen, die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.

Das Internet weiß viel – aber nicht alles

Vielleicht sind auch Sie online und in sozialen Medien schon auf Produkte mit spektakulären Gesundheitsversprechen gestoßen: Detox-Kuren, Hormon-Booster, Vitamin-Infusionen für zuhause oder Abnehmprodukte mit fragwürdigen Inhaltsstoffen. 

Viele dieser Angebote sind leider nicht evidenzbasiert und/oder erfüllen nicht die erforderlichen Qualitätsstandards. Gesundheitsbezogene Aussagen unterliegen in Deutschland klaren gesetzlichen Vorgaben, die online jedoch nicht immer eingehalten werden.

Dass vermeintlich harmlose Trendprodukte Nebenwirkungen verursachen oder bestehende Therapien beeinträchtigen, erleben wir in der Beratung immer wieder.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein solches Produkt sinnvoll oder sicher ist, können Sie uns jederzeit gerne ansprechen.

Unser Beratungsangebot: persönlich, diskret, verantwortungsvoll

Wenn wir nachfragen, geht es uns nicht darum, Sie zu kontrollieren, sondern um Ihre Sicherheit. Darum schauen wir bewusst auf Dauer und Art Ihrer Beschwerden, bestehende Erkrankungen, andere Medikamente und mögliche Gründe für eine ärztliche Abklärung.

Manchmal bestätigen wir Ihre bisherige Anwendung. Manchmal empfehlen wir eine Anpassung. Und manchmal sagen wir klar: Das gehört ärztlich abgeklärt.

Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln ist ein wichtiger Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung – aber sie braucht Begleitung.

Rezeptfrei bedeutet nicht risikofrei. Und „Das nehme ich immer so“ ersetzt keine aktuelle fachliche Einschätzung.

Bei uns in der allesgut Apotheke nehmen wir uns Zeit für genau diese Einordnung. Wer bei uns ein freiverkäufliches Arzneimittel bekommt, erhält mehr als eine Packung. Sie erhalten Beratung. Und manchmal auch ein klares „Das schauen wir uns lieber genauer an“.

Dafür sind wir für Sie da. Seit vier Generationen – in Duisburg und in Wittlaer. Persönlich vor Ort.


[1] https://www.pharmadeutschland.de/pharmawissen-fuer-alle/pharma-daten-deutschland/selbstmedikationsmarkt/

Heuschnupfen: So kommen Sie gut durch die Pollensaison

Unsere Tipps, was in bei Pollen-Allergie wirklich hilft

Der Frühling hat viele schöne Seiten: längere Tage, blühende Bäume, endlich wieder Sonne. Bei uns in der allesgut Apotheke sehen wir allerdings jedes Jahr auch die andere Seite dieser Jahreszeit. Menschen mit geröteten Augen, laufender Nase und einer großen Packung Taschentücher in der Hand. Oft fällt dann ein Satz wie: „Dieses Jahr ist es besonders schlimm.“

Für viele Allergikerinnen und Allergiker ist der Mai tatsächlich eine der anstrengendsten Phasen im Jahr. Mehrere Pollenarten sind gleichzeitig unterwegs – und der Körper reagiert darauf mit allem, was er hat. Genau deshalb beraten wir in der allesgut Apotheke jedes Frühjahr besonders viele Menschen rund um Heuschnupfen und Pollenallergie.

Wenn die Natur blüht und der Körper Alarm schlägt – Typische Allergiesymptome bei Heuschnupfen

Typische Beschwerden bei einer Pollenallergie sind:

  • laufende oder verstopfte Nase
  • tränende oder juckende Augen
  • häufiges Niesen
  • Hustenreiz
  • Kopfschmerzen
  • ausgeprägte Müdigkeit

Gerade die Müdigkeit wird oft unterschätzt. Wer dauerhaft mit allergischen Beschwerden zu tun hat, schläft schlechter und der Körper arbeitet ständig gegen die Entzündungsreaktion an. Viele fühlen sich dadurch im Alltag deutlich erschöpfter.

Der Mai gehört traditionell zu den Monaten mit besonders hoher Pollenbelastung. Vor allem Pollen von Gräsern, Eiche und Buche sind dann in der Luft. Weil mehrere Pflanzen gleichzeitig blühen, kann die Gesamtbelastung für Allergiker deutlich steigen.

Hinzu kommt: In den letzten Jahren beobachten Fachleute eine zunehmende Pollenbelastung. Mildere Winter, längere Vegetationsperioden und klimatische Veränderungen sorgen dafür, dass Pflanzen länger und teilweise auch intensiver Pollen produzieren.

Neue Allergiesymptome? Warum eine ärztliche Abklärung bei Heuschnupfen sinnvoll ist

Wenn Beschwerden erstmals auftreten oder sich deutlich verändern, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Allergien entwickeln sich häufig schleichend und können sich im Verlauf verstärken.

Medizinisch spricht man vom sogenannten Etagenwechsel: Eine unbehandelte Pollenallergie kann sich von den oberen Atemwegen auf die Bronchien ausweiten. Im ungünstigen Fall entsteht daraus ein allergisches Asthma.

Eine frühzeitige Diagnose hilft dabei, die Beschwerden gezielt zu behandeln und den Verlauf besser zu kontrollieren.

Pollenbelastung im Alltag reduzieren: praktische Heuschnupfen-Tipps

Neben Medikamenten spielen einfache Maßnahmen im Alltag eine wichtige Rolle. Viele davon lassen sich problemlos in die tägliche Routine integrieren. Diese Tipps geben wir in der Allergieberatung in unseren Apotheken besonders häufig weiter.

Pollenflugkalender nutzen und Allergiezeiten kennen

Ein Blick auf den Pollenflugkalender hilft, die eigene Allergie besser einzuordnen. So lässt sich erkennen, wann die Hauptbelastung bestimmter Pflanzen zu erwarten ist. Wer weiß, wann die Hochphase beginnt, kann Aktivitäten im Freien besser planen.

Pollen möglichst draußen halten – zum Beispiel mit Pollenschutzgittern

Pollenschutzgitter an Fenstern können die Belastung in Innenräumen deutlich reduzieren. Auch kleine Gewohnheiten helfen: Kleidung, die draußen getragen wurde, besser nicht im Schlafzimmer ablegen.

Abends duschen: Pollen von Haut und Haaren entfernen

Viele Allergiker profitieren davon, abends zu duschen und die Haare zu waschen. So werden Pollen entfernt, die sich im Laufe des Tages auf Haut und Haaren gesammelt haben.

Nasendusche bei Heuschnupfen: Pollen aus der Nase spülen

Eine Nasendusche mit Salzlösung kann helfen, Pollen aus der Nasenschleimhaut zu entfernen. Gerade während der Hochsaison empfinden viele Betroffene das als spürbare Erleichterung.

Wenn Hausmittel nicht ausreichen: Beratung in der allesgut Apotheke

Nicht immer reichen diese Maßnahmen aus. Dann können antiallergische Medikamente helfen, die Beschwerden zu lindern. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Antihistaminika in Tablettenform
  • antiallergische Nasensprays
  • antiallergische Augentropfen

Welche Kombination sinnvoll ist, hängt stark von den individuellen Beschwerden ab. Manche haben vor allem Probleme mit der Nase, andere mit den Augen – und viele mit beidem gleichzeitig.

Genau hier beginnt die eigentliche Beratung in der Apotheke. In der allesgut Apotheke schauen wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden:

  • welche Symptome im Vordergrund stehen
  • wie stark die Beschwerden sind
  • welche Medikamente bereits eingenommen werden

Auch mögliche Wechselwirkungen oder Besonderheiten – etwa bei bestehenden Erkrankungen – berücksichtigen wir dabei. So entsteht Schritt für Schritt eine Behandlung, die möglichst gut zum persönlichen Alltag passt.

Allergiebehandlung früh beginnen: Warum rechtzeitige Hilfe bei Pollenallergie sinnvoll ist

Ein Punkt, den wir in der Apotheke häufig sehen: Viele beginnen mit der Behandlung erst, wenn die Beschwerden bereits sehr stark sind.

Dabei kann es sinnvoll sein, frühzeitig zu starten – besonders wenn bekannt ist, auf welche Pollen der eigene Körper reagiert. Wer rechtzeitig gegensteuert, kann den Verlauf der Allergiesaison oft deutlich besser kontrollieren.

Gerade deshalb lohnt sich der frühe Besuch in der Apotheke. In der allesgut Apotheke nehmen wir uns Zeit für die individuelle Allergieberatung und helfen dabei, die passende Kombination aus Alltagstipps und Behandlung zu finden.

Trotz Heuschnupfen den Frühling genießen

Eine Pollenallergie bedeutet nicht automatisch, den Frühling komplett zu meiden. Mit etwas Aufmerksamkeit für den eigenen Körper, einigen Anpassungen im Alltag und der passenden Behandlung lassen sich viele Beschwerden deutlich lindern.

Und genau dabei unterstützen wir in der allesgut Apotheke jeden Tag: mit Erfahrung, Zeit für Beratung und einem offenen Ohr für alle Fragen rund um Allergien, Heuschnupfen und Pollenflug.

Arzneimittel richtig lagern – worauf es bei Hitze wirklich ankommt

Warum wir im Sommer plötzlich über Badezimmer, Autos und Kühlschränke sprechen

Bei uns in der allesgut Apotheken stellen wir immer wieder fest: Viele Menschen machen sich über die Lagerung ihrer Medikamente im Alltag kaum Gedanken. Erst wenn es sehr warm wird oder besondere Aktivitäten anstehen, kommen die Fragen.

Darf das Insulin noch mit an den See? Ist das Antibiotikum im Schlafzimmer gut aufgehoben? Und was passiert eigentlich, wenn es mal zu warm wird?

Hier schauen wir uns das Thema einmal genauer an!

Arzneimittel sind empfindlicher, als viele denken. Die enthaltenen Wirkstoffe können auf Hitze, Kälte, Licht oder Feuchtigkeit reagieren. Manche vertragen höhere oder niedrigere Temperaturen schlicht nicht gut und verändern sich dabei.

Das Problem dabei: Ein Medikament kann an Wirkung verlieren oder sich in seiner Zusammensetzung verändern. Beides kann die Anwendung unsicherer machen.

Deshalb gilt für uns in der Beratung ganz klar: Die Lagerung ist Teil der Therapie.

Hitzeempfindliche Arzneimittel: Hier wird es kritisch

Einige Darreichungsformen reagieren besonders sensibel auf Wärme:

  • Zäpfchen mit Hartfett schmelzen schnell
  • Gelatinekapseln können zerfließen
  • Wirkstoffpflaster können bei Hitze den Wirkstoff anders als vorgesehen abgeben

Gerade im Sommer sehen wir solche Fälle häufiger. Was dabei wichtig ist: Man sieht es den Medikamenten oft nicht sofort an, wenn sie zu warm gelagert wurden.

Deshalb lohnt es sich, diese Medikamente bewusst „kühl mitzudenken“ – auch wenn sie offiziell nicht in den Kühlschrank müssen.

Kühlpflichtige Arzneimittel richtig lagern

Arzneimittel mit dem Lagerhinweis „2 bis 8 °C“ gehören in den Kühlschrank – aber nicht irgendwohin.

  • Gemüsefach: meist ideal
  • Kühlschranktür: oft zu warm
  • Direkt an der Rückwand: Gefahr des Einfrierens

Typische Beispiele sind:

  • Insuline
  • bestimmte Impfstoffe
  • einige Augentropfen

Wichtig: Einmal eingefrorene Arzneimittel dürfen in der Regel nicht mehr verwendet werden.

Die 5 häufigsten Lagerfehler im Sommer

Gerade bei warmen Temperaturen sehen wir in der Beratung immer wieder die gleichen Fehler:

  • Medikamente im Auto liegen lassen – selbst kurze Zeit kann problematisch sein
  • Lagerung im Badezimmer trotz hoher Luftfeuchtigkeit
  • Kühlschrankpflichtige Arzneimittel in der Tür aufbewahren
  • Medikamente ohne Originalverpackung lagern
  • „Raumtemperatur“ falsch einschätzen – besonders bei Hitzeperioden

Die gute Nachricht aus unserem Alltag: Diese Punkte lassen sich meist mit einfachen Anpassungen vermeiden.

Was wirklich zählt: Ein Blick in die Packungsbeilage

Bevor wir ins Detail gehen, ein Punkt, den wir im Beratungsgespräch immer wieder betonen: Die Angaben im Beipackzettel sind verbindlich.

Für jedes Arzneimittel muss der Hersteller im Zulassungsverfahren prüfen, unter welchen Bedingungen es stabil bleibt. Daraus ergeben sich die konkreten Lagerhinweise.

Das heißt im Alltag ganz konkret: Wenn auf der Packung „nicht über 25 °C lagern“ steht, ist das keine Empfehlung – sondern eine klare Grenze.

Raumtemperatur ist innerhalb eines Raums nicht einheitlich

Viele Arzneimittel sollen „bei Raumtemperatur“ gelagert werden. Gemeint sind in der Regel 15 bis 25 °C.

Das entspricht in der Realität oft der tatsächlichen Temperatur von Räumen – aber eben nicht überall:

Auf der Fensterbank wird es schnell zu warm, weil die Fensterscheibe die Wärme des Sonnenlichts bündelt. In der Küche schwankt die Temperatur stark, weil Geräte wie beispielsweise der Backofen bei der Nutzung viel Wärme abgeben. Und was viele überrascht: Das Badezimmer ist einer der ungünstigsten Orte für Arzneimittel. Das Duschen und Baden führt zu einer hohen Luftfeuchtigkeit und schwankenden Raumtemperaturen. Beides kann die Stabilität von Wirkstoffen beeinträchtigen.

Unser Tipp: Eine Schublade in einem Raum mit möglichst gleichmäßiger Temperatur ist meist die bessere Wahl. Dort sind die Arzneimittel trocken, dunkel und möglichst konstant temperiert gelagert. 

Achtung: Neben Temperatur und Licht gibt es noch einen Punkt, der im Alltag schnell untergeht: die sichere Aufbewahrung. Arzneimittel sollten immer so gelagert werden, dass Kinder keinen Zugriff haben und auch Haustiere nicht drankommen. Das gilt auch für vermeintlich harmlose Medikamente.

Transport im Sommer: Der häufig unterschätzte Risikofaktor

Was wir ebenfalls häufig sehen: Viele Probleme entstehen gar nicht bei der Lagerung zu Hause – sondern unterwegs. Im Auto können schnell über 60 °C entstehen. Einkaufstaschen ohne Kühlung reichen daher oft nicht aus. Für kühlpflichtige Arzneimittel empfehlen wir Kühltaschen oder Kühlboxen sowie möglichst kurze Transportzeiten. Für Insulinpens gibt es spezielle Kühllösungen, die sich gut für Reisen eignen.

Was tun, wenn ein Medikament zu warm geworden ist?

Das lässt sich pauschal nicht für alle Arzneimittel gleich beantworten. Wichtig ist:

  • Nicht einfach weiterverwenden, wenn Unsicherheit besteht
  • Verpackung und Lagerhinweise prüfen
  • Im Zweifel Rücksprache in der Apotheke halten

Gerade bei kühlpflichtigen Arzneimitteln (z. B. Insulin) kann eine Unterbrechung der Kühlkette entscheidend sein.

Unser Rat aus der Praxis: Fragen Sie lieber einmal zu viel nach, als ein möglicherweise beeinträchtigtes Arzneimittel anzuwenden.

Unser Fazit aus der allesgut Apotheke

Die richtige Lagerung ist kein Detail – sie entscheidet mit darüber, ob ein Medikament sicher und zuverlässig wirkt.

Gerade im Sommer lohnt sich ein kurzer Check zu Hause: Wo liegen die wichtigsten Medikamente? Stimmen Temperatur und Umgebung?

Wenn Unsicherheit besteht, beraten wir Sie gerne. In unseren Apotheken klären wir solche Fragen täglich – und oft sind es kleine Anpassungen, die einen großen Unterschied machen.


Hinweis: Individuelle Lagerhinweise können je nach Arzneimittel abweichen. Maßgeblich sind immer die Angaben in der jeweiligen Packungsbeilage.

Wenn aus zwei plötzlich drei werden: Diese Fragen stellen uns frischgebackene Eltern am häufigsten

Stillen, Medikamente, Muttermilch: Die ersten Wochen mit Baby bringen viele Fragen mit sich. Wir unterstützen junge Familien im Alltag.

Die ersten Wochen mit einem Neugeborenen sind eine ganz besondere Zeit. Alles ist neu, vieles fühlt sich ungewohnt an und plötzlich tauchen Fragen auf, die einem vorher oft gar nicht in den Sinn gekommen sind.

Bei uns in der allesgut Apotheke erleben wir das regelmäßig. Vor der Geburt dreht sich vieles um Kinderwagen, Wickeltisch und die Erstausstattung. Sobald das Baby da ist, verändern sich die Themen jedoch oft schlagartig.

Plötzlich geht es um das Stillen, um die Frage, ob ein bestimmtes Medikament während der Stillzeit überhaupt eingenommen werden darf, darum, was hilft, wenn das Stillen nicht sofort klappt, oder darum, ob eine Milchpumpe sinnvoll sein kann.

In der Beratung haben wir schon oft erlebt, dass Eltern in den ersten Wochen nach der Geburt plötzlich mit ganz anderen Fragestellungen zu uns kommen. Aus diesen Gesprächen wissen wir: Oft reicht schon eine kurze fachliche Einschätzung, um die Angst des Ungewissen in ein gutes Gefühl von Sicherheit zu verwandeln.

Deshalb stellen wir in der Beratung häufig gezielte Fragen, um die individuelle Situation besser einschätzen zu können.

Die Themen, die uns dabei besonders häufig begegnen, haben wir hier einmal zusammengestellt.

Medikamente in der Stillzeit: Lieber nachfragen als verzichten

Eine der häufigsten Unsicherheiten betrifft Arzneimittel. Viele Mamas fragen sich, ob sie bei Kopfschmerzen, einer Erkältung oder anderen Beschwerden überhaupt Medikamente einnehmen dürfen. Manche verzichten vorsichtshalber auf eine Behandlung, obwohl dies nicht immer notwendig wäre.

Tatsächlich lässt sich die Verträglichkeit eines Arzneimittels in der Stillzeit nicht pauschal beurteilen. Sie hängt unter anderem vom Wirkstoff, der Dosierung und dem Alter des Kindes ab. usätzlich können mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eine Rolle spielen.

Deshalb gilt: Vor der Einnahme eines Arzneimittels in der Stillzeit sollte immer fachlicher Rat eingeholt werden. Gerade bei der Selbstmedikation lohnt sich eine fachliche Einschätzung besonders.

Andersherum gilt aber genauso: Notwendige Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt werden, nur weil Unsicherheit besteht.

Besonders häufig erleben wir dabei, dass Mütter vorsichtshalber auf Medikamente verzichten möchten, obwohl sie diese eigentlich benötigen würden. Die Sorge, dem Kindzu schaden, ist verständlich. Gleichzeitig gibt es für viele Beschwerden stillverträgliche Lösungen.

Genau bei dieser Abklärung unterstützen wir im Apothekenalltag. Oft können wir schnell prüfen, welche Möglichkeiten infrage kommen und worauf im individuellen Fall geachtet werden sollte.

Ernährung in der Stillzeit: Wichtige Nährstoffe für Mutter und Kind

Stillen ist etwas Natürliches. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass alles von Anfang an problemlos funktioniert. Gerade in den ersten Tagen und Wochen müssen sich Mutter und Kind häufig erst aufeinander einstellen.

Eine ausgewogene Ernährung kann den Körper in dieser besonderen Phase unterstützen. Stillende Mamas haben einen erhöhten Energiebedarf und benötigen täglich ca. 500 kcal zusätzlich zum Grundbedarf. Um sowohl das Kind als auch sich selbst gut zu versorgen, ist in dieser Zeit eine besonders nährstoffreiche Ernährung wichtig.

Auf dem Speiseplan sollten deshalb regelmäßig Obst, Gemüse, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Eier und Fisch stehen. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken.

Besondere Aufmerksamkeit verdient zum Beispiel auch die Jodversorgung. Jod trägt zur normalen körperlichen und geistigen Entwicklung des Kindes bei. Gute Quellen sind beispielsweise Seefisch wie Hering, Makrele, Lachs oder Sardinen, Milchprodukte und jodiertes Speisesalz.

Ob zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Der Bedarf kann individuell unterschiedlich sein. Deshalb beraten wir gerne dazu, welche Ergänzungen in der Stillzeit sinnvoll sein können und welche möglicherweise gar nicht benötigt werden.

Stilltee: Warum Qualität und Beratung wichtig sind

Viele stillende Mütter greifen außerdem zu Stilltees, um die Milchbildung zu unterstützen oder einfach bewusst mehr zu trinken.

Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Kräutertee wirkt, unterscheidet sich jedoch oft deutlich in Zusammensetzung und Qualität.

Gerade bei Stilltees erleben wir häufig, dass Eltern überrascht sind, wie groß die Unterschiede zwischen den Produkten sein können. Gerade bei Produkten, die regelmäßig konsumiert werden, spielt die Qualität der verwendeten Kräuter eine wichtige Rolle. Deshalb lohnt sich eine kurze Beratung oft mehr als der Griff zum erstbesten Produkt. Auch hier beraten wir gerne, welche Produkte infrage kommen und worauf bei der Anwendung geachtet werden sollte.

Muttermilch richtig aufbewahren

Wer Muttermilch abpumpt, sollte auch auf die richtige Lagerung achten. Je nach Aufbewahrungsort gelten unterschiedliche Fristen:

  • Bei Raumtemperatur (16–25 °C): etwa 4 bis 6 Stunden
  • Im Kühlschrank (bis 4 °C): etwa 3 bis 5 Tage
  • Im Gefrierschrank (-18 °C): bis zu 6 Monate

Wichtig ist außerdem eine saubere Handhabung sowie die Verwendung geeigneter Aufbewahrungsbehälter.

Auch bei Fragen zur Aufbewahrung oder zum passenden Zubehör helfen wir natürlich gerne.

Unser Fazit

Die erste Zeit mit einem Baby bringt viele schöne Momente mit sich – aber auch viele neue Fragen.

Ob Stillen, Arzneimittel in der Stillzeit, Milchpumpen oder die richtige Aufbewahrung von Muttermilch: Junge Familien müssen diese Fragen nicht allein beantworten.

Und viele dieser Fragen lassen sich nicht Wochen im Voraus planen. Sie entstehen oft genau dann, wenn das Baby bereits da ist und der Alltag plötzlich ganz anders aussieht als gedacht.

Umso wichtiger ist es, einen Ansprechpartner zu haben, der unkompliziert erreichbar ist und weiterhelfen kann. Genau dafür sind wir in der allesgut Apotheken gerne da – persönlich, unkompliziert und direkt vor Ort.

Tabletten teilen, Kapseln öffnen oder Pflaster zerschneiden? Erfahren Sie, worauf es bei der sicheren Anwendung von Arzneimitteln wirklich ankommt.

Arzneimittelsicherheit im Alltag: Tabletten, Kapseln, Pflaster und Spritzen richtig anwenden

Bei der Abgabe eines Arzneimittels geht es um mehr als den Namen auf der Packung. Wir achten auch darauf, ob Dosierung, Menge und Anwendung plausibel sind und ob das Präparat zur persönlichen Situation passt.

Denn selbst ein korrekt verordnetes Medikament kann Probleme verursachen, wenn es falsch geteilt, zerkleinert, gelagert oder angewendet wird. Manche Schwierigkeiten zeigen sich erst im Alltag: Eine Tablette lässt sich nicht schlucken, ein Blister nicht öffnen oder ein Inhalator nicht richtig bedienen.

Genau hier beginnt Arzneimitteltherapiesicherheit, kurz AMTS. Wir prüfen mögliche Risiken, erklären die richtige Anwendung und suchen nach Lösungen, wenn eine Arzneiform nicht zum Alltag der betreffenden Person passt.

Warum Tabletten unterschiedlich wirken

Tabletten können sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Manche geben ihren Wirkstoff schnell frei, andere über viele Stunden hinweg. Retardtabletten sind beispielsweise so entwickelt, dass der Wirkstoff kontrolliert und über einen längeren Zeitraum abgegeben wird.

Überzüge erfüllen bestimmte Aufgaben. Sie können den Wirkstoff vor der Magensäure schützen und dafür sorgen, dass er erst im Darm freigesetzt wird. Deshalb können sich auch die Einnahmehinweise unterscheiden.

Ob ein Medikament vor, während oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden soll, hängt immer vom konkreten Präparat ab.

Darf man jede Tablette teilen?

Eine Kerbe auf einer Tablette bedeutet nicht automatisch, dass sie zur Halbierung der Dosis geeignet ist. Manche sogenannten Schmuckkerben erleichtern lediglich das Zerbrechen oder Schlucken.

Besonders bei Retardtabletten und magensaftresistenten Tabletten kann das Teilen problematisch sein. Wird der besondere Aufbau beschädigt, kann der Wirkstoff zu schnell oder am falschen Ort freigesetzt werden.

Soll eine Tablette geteilt werden, prüfen wir deshalb, ob das jeweilige Präparat dafür geeignet ist. Falls nicht, kann möglicherweise eine andere Wirkstärke oder Darreichungsform gewählt werden.

Darf man Kapseln öffnen oder Tabletten mörsern?

Auch Kapseln dürfen nicht grundsätzlich geöffnet und Tabletten nicht ohne Prüfung gemörsert werden. Durch das Zerkleinern können Schutzschichten oder Mechanismen zur verzögerten Wirkstofffreisetzung zerstört werden.

Deshalb sollte vor dem Öffnen, Teilen oder Mörsern immer geprüft werden, ob das konkrete Arzneimittel dafür geeignet ist.

Medikamente über eine Sonde geben

Besonders wichtig ist diese Prüfung bei Menschen, die Arzneimittel über eine Sonde erhalten.

Nicht jedes Medikament ist für die Sondengabe geeignet. Wir prüfen unter anderem:

  • Darf die Tablette zerkleinert oder die Kapsel geöffnet werden?
  • Ist das Arzneimittel für die Gabe über die vorhandene Sonde geeignet?
  • Besteht die Gefahr, dass die Sonde verstopft?
  • Gibt es eine besser geeignete Alternative?

Ist ein Medikament nicht sondengängig, suchen wir gemeinsam mit der behandelnden Praxis nach einer sicheren Lösung.

Weitere Darreichungsformen richtig anwenden

Arzneimittelpflaster richtig anwenden: Darf man sie zerschneiden?

Wirkstoffpflaster geben Arzneimittel über einen längeren Zeitraum durch die Haut ab. Sie werden unter anderem in der Schmerztherapie eingesetzt und benötigen eine besonders sorgfältige Beratung.

Viele Arzneimittelpflaster dürfen nicht zerschnitten werden. Dabei könnte die kontrollierte Wirkstoffabgabe verändert werden. Je nach Präparat besteht dann die Gefahr, dass zu viel Wirkstoff in zu kurzer Zeit freigesetzt wird.

Auch die Klebestelle, der Wechselrhythmus und der Umgang mit Wärme sind wichtig. Wir erklären Ihnen gerne, wie das jeweilige Pflaster sicher angewendet und entsorgt wird.

Fertigspritzen richtig anwenden und lagern

Thrombosespritzen und andere Fertigspritzen werden häufig für die häusliche Anwendung verordnet. Gerade bei der ersten Anwendung entstehen oft Unsicherheiten.

Wir zeigen, worauf beim Spritzen geachtet werden muss und wie das Arzneimittel gelagert wird. Manche Präparate benötigen Kühlung, andere werden bei Raumtemperatur aufbewahrt.

Entscheidend sind immer die Vorgaben für das konkrete Arzneimittel.

Inhalatoren richtig anwenden

Bei Inhalationsarzneimitteln reicht es nicht aus, nur den Wirkstoff zu kennen. Die richtige Atemtechnik und die korrekte Bedienung entscheiden mit darüber, ob das Medikament in der Lunge ankommt.

Je nach Inhalator unterscheiden sich die einzelnen Anwendungsschritte. Bei eingeschränkter Lungenfunktion, Problemen mit der Koordination oder geringer Kraft kann eine Inhalierhilfe sinnvoll oder notwendig sein. Daher schauen wir uns in regelmäßigen Kontrollen in der Apotheke an, wie Sie die Inhalation ausführen.

Wenn Tabletten, Verpackungen oder Inhalatoren Probleme bereiten

Nicht jede Darreichungsform ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet.

Rheuma oder eine eingeschränkte Beweglichkeit der Hände können das Öffnen von Verpackungen erschweren. Bei Schluckbeschwerden kommen möglicherweise Schmelztabletten, Tropfen oder andere Arzneiformen infrage. Auch Sehvermögen, Kraft und Geschicklichkeit spielen bei der sicheren Anwendung eine Rolle.

Solche Schwierigkeiten sollten angesprochen werden. Oft können wir eine Lösung finden, die besser zur persönlichen Situation passt.

Hilfreich sind zum Beispiel Hinweise wie:

„Die Tablette soll geteilt werden.“

„Ich bekomme Medikamente über eine Sonde.“

„Ich kann die Verpackung nicht öffnen.“

„Mit dem Inhalator komme ich nicht zurecht.“

Je mehr wir über die Anwendung Ihrer Arzneimittel im Alltag wissen, desto gezielter können wir beraten.

Medikationsberatung bei fünf oder mehr Medikamenten

Wer dauerhaft mehrere Arzneimittel einnimmt, muss unterschiedliche Dosierungen, Einnahmezeiten und Anwendungshinweise berücksichtigen. Dabei können Wechselwirkungen, Doppelmedikationen oder praktische Probleme leichter übersehen werden.

Für Menschen, die dauerhaft mindestens fünf ärztlich verordnete Medikamente einnehmen, kann die pharmazeutische Dienstleistung „Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation“ infrage kommen.

Dabei analysieren wir strukturiert Ihre gesamte Medikation. Wir prüfen unter anderem Wechselwirkungen, Doppelverordnungen, Einnahmezeitpunkte und Schwierigkeiten bei der Anwendung. Die Ergebnisse werden anschließend in einem ausführlichen Beratungsgespräch besprochen.

Arzneimittel nicht ohne Prüfung verändern

Arzneimittelsicherheit bedeutet nicht nur, das richtige Medikament zu erhalten. Es muss auch richtig angewendet werden können.

Deshalb sollten Tabletten nicht eigenmächtig geteilt oder gemörsert, Kapseln nicht ungeprüft geöffnet und Pflaster nicht einfach zerschnitten werden.

Wir prüfen das konkrete Präparat, berücksichtigen persönliche Einschränkungen und unterstützen Sie dabei, eine sichere und praktikable Anwendung zu finden.

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